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Probleme

Renaturierung Staffeleggzubringer

Wie man auf dem Foto an der rosa Färbung sieht, gedeihen die Neophyten, in diesem Fall das drüsige Springkraut, prächtig.
Die Fische und auch die Fischerei haben von dieser Renaturierung keine Vorteile. Im Gegenteil, die Fischer können nach dem Entfernen des Stegs die Insel nur noch mit Schwierigkeiten und beim Übersetzen mit hohem Risiko betreten.

Kraftwerke statt Renaturierung

Wieder leistungsschwache Kraftwerke statt Renaturierung: Fall Suhre

Die verfehlte Energiewende geht weiter. Wieder wird ein zur Renaturierung bereiter Bach für Jahrzehnte mit Kleinwasserkraftwerken zubetoniert und von links nach rechts wird Applaus gespendet. Immer noch werden Fliesswasserkraftwerke als nachhaltige Energie verkauft und nur wenige wehren sich dagegen.

6 Kleinwasserkraftwerke sollen zwischen Muhen und Aarau auf einer Strecke von 4 km in die Suhre gestellt werden. Mit einer Stromproduktion, die zu zweidritteln subventioniert werden muss. Mit den üblichen Folgeproblemen, wie einer Verschlickung in den Stauhaltungen, einer Erwärmung des Wassers in den Sommermonaten und Fischaufstiege, die erst nach Jahren der Nachbesserung funktionieren, wie man an den vorhandenen Beispielen in Hirschthal und Schöftland sieht.

Dabei würde sich dieser Abschnitt der Suhre sehr gut zur Renaturierung eignen, die rechte Seite ist grösstenteils unbebaut und es hätte ein stetiges Gefälle bis zur Mündung in die Aare, wenn die bestehenden Abstürze entfernt würden. Ausserdem ist die ganze Strecke beidseitig bewaldet und dadurch optimal beschattet. Das Ergebnis sind eine kleinere Erwärmung des Wassers im Sommer und ein geringer Pflanzenbewuchs im Wasser, welcher sicher auch durch die nicht vorhandene Überdüngung einer fehlenden Landwirtschaft in diesem Abschnitt beeinflusst wird.

Gerade der untere Teil der Suhre, der durch all die kälteren Zuflüsse ein gutes Laichhabitat und ein hervorragender Lebensraum für die Forelle ist, sollte für ein bisschen unrentablen Mehrstrom nicht geopfert werden. Ausserdem ist die Suhre einer der wenigen noch verbliebenen grösseren Kaltwasserzubringer für die Aare, in welchen sich die bedrohten Äschen und Forellen in der heissen Jahreszeit zurückziehen könnten. Zu erwähnen ist auch, dass der unterste Teil der Suhre eines der letzten Laichgebiete von nationaler Bedeutung für die vom Aussterben bedrohte Nase ist.

Silvio Sidler (Webmaster VFAB)